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Night of Light

In der letzten Nacht war es auch in Duisburg soweit: Event-Locations und Spielstätten sowie ausgewählte Gebäude und Bauwerke wurden von den Veranstaltern rot illuminiert. Was idyllisch aussah, hatte allerdings einen ernsten Hintergrund: die roten Lichter machen auf die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam, denn die steht aktuell auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen!

 

Das liegt daran, dass seit dem 10. März 2020 dem kompletten Wirtschaftszweig durch das Wegfallen von Großveranstaltungen faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen ist.

 

Das Herz der Theaterfrau und freischaffenden Künstlerin in mir kann die Not der KollegInnen nur allzu gut nachvollziehen und schlägt für diesen - im wahrsten Sinne des Wortes - flammenden Hilferuf an die Politik. Also düse ich los, um mit meinen Bildern die Aktion zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft zu unterstützen!

In der City von Duisburg mit von der Partie: das Rathaus auf dem Burgplatz sowie das Theater Duisburg und die Mercatorhalle als Heimat der Philharmoniker und Austragungsort von Events und Messen. Ein wenig weiter in Richtung Dellplatz ragen gleich zwei Leuchttürme in den Nachthimmel: der Kirchturm von St. Joseph und der Stadtwerketurm. In trauter Zweisamkeit kämpfen sie für die Sache und zeigen der Politik die Rote Karte.

Aber auch der Norden Duisburgs macht mit: Der Bahnhof von Neumühl, seit 1987 stillgelegt und nun Sitz von "Höhnerbach Veranstaltungstechnik", ist komplett in rotes Licht getaucht. Und auch das Brauhaus Mattlerhof und der Landschaftspark Duisburg Nord (ohne Bild) sehen rot. Wenn es so weitergeht, überstehen einige die nächsten 100 Tage nicht.

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