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Ein Zechenpark blüht auf

Überall im Ruhrgebiet ist es zu beobachten und jetzt auch in Kamp-Lintorf: da, wo füher mal in Zechen malocht wurde, zieht jetzt Natur und Kultur ein. So wurde im Rahmen der Landesgartenschau 2020 auch das ehemalige Gelände der Zeche Friedrich-Heinrich zu einem blühenden Park.

 

Kern der Landesgartenschau ist es, Blumen, Gärten und Natur zu zeigen. Schön, trendig und zukunftsweisend. Aber sie ist auch noch ein bisschen mehr. Ein Entwicklungsprojekt, welches die Stadt am unteren Niederrhein, ganz am westlichen Rand des Ruhrgebiets, mehr und mehr verändert. Hier wird der Strukturwandel von der Bergbaustadt in eine moderne Wohn- und Hochschulstadt über die Entwicklung des neuen Zechenparks als „Grünes Rückgrat“ erfolgreich weitergeführt. Yes!

 

Streifen wir also ein wenig über das Gelände: Gleich am Haupteingang begrüßt uns nicht nur das Maskottchen KaLi - als überdimensionale Erdmännchen-Figur chillt es lässig auf der Bank in der Sonne - sondern auch der ehemalige Förderturm der Zeche samt Stahlgerüst. Gemeinsam sind sie weithin sichtbarer Leuchtturm des Parks.

 

Linkerhand, in Richtung Campus der Hochschule Rhein-Waal und Innenstadt, kann man sich von diversen Hausgartenbeispielen inspirieren lassen. Fokus und Trend: Rückkehr zur Natürlichkeit. Gemüsebeete, Urban Gardening, Möbel aus Europaletten ... Der perfekt dressierte Persilrasen war gestern, heute stehen Wiesen für die Biene im Mittelpunkt. Und Wasser! Immer wieder Wasser. Vom kleinsten Brunnen bis hin zum raumgreifenden Wassergarten. Dem kühlen Nass begegnet man in jeder Form.

 

So auch auf dem Rückweg entlang der Großen Goorley. Das renaturierte Flüsschen schlängelt sich am gesamten Gelände entlang und trifft ganz im Süden auf die lebendigen Genossen von KaLi, einer Horde von kleinen, putzigen Erdmännchen. In den Nachbargehegen wohnen Esel, Alpakas, Meerschweinchen & Co. Ein echter Spiel- und Tierpark erfreut hier nicht nur die Kleinsten. Man kann sich kaum sattsehen.

 

Auf dem Weg über die riesigen Freiflächen, die leider wenig Schatten und auch sonst leider wenig gestalteten Raum bieten, kann man sich immerhin hier und da im Häkeltippi oder im Weidendom ein wenig ausruhen.

 

Und wer mehr Aussicht will, besteigt die Erhebungen "großer und kleiner Fritz" oder lässt sich gleich auf den Förderturm hinauffahren, denn der verfügt über eine entsprechende Plattform.

 

Am Ende des Rundgangs, vor der Blumenhalle, ist es möglich, auf dem Gärtnermarkt noch das ein oder andere Souvenir für den eigenen Garten zu erstehen, oder aber mit dem Shuttlebus zum Kamper Gartenreich weiterzufahren. Aber uns reichen all die Eindrücke für heute.

 

In diesem Sinne, adieu Kamp-Lintfort. Wir kommen sicherlich noch einmal wieder, um zu erleben, wie der Park weiter wächst.

 

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