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Kunst parallel zur Natur ...

 ... ein herrliches Motto für ein herrliches Fleckchen Erde.

 

Gerade war ich noch im Büro, ein wenig erschöpft von der Arbeitswoche, mit vielen Alltagsdingen im Kopf. Nun lasse ich mich - knappe 40 Autominuten später - in einer Kunst- und Naturoase treiben und fühle mich so erholt und entspannt, wie man es eben auf einer wunderschönen Insel sein kann.

 

Wo ich bin? In der Armen der Erft. Auf der Insel Hombroich. Im Tageslichtmuseum, welches Kunst und Natur auf unbeschreiblich schöne Weise miteinander verbindet, in dem man sich treiben lassen kann, sinnlich, natürlich, ohne künstliche Beleuchtung, ohne Schilder, Bildlegenden, Absperrungen & Co. Einfach dem eigenen Bauchgefühl folgen, flanieren, schauen, riechen, hören, da sein. Perfekt!

 

Und schon ist der Alltag weit entfernt und innen drin Gelassenheit und Ruhe.

Das Museum Insel Hombroich entstand in den 80er-Jahren in einer Parkanlage des 19. Jahrhunderts. Der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte hat hier ein Paradies erschaffen und seine Vision einer "Ideallandschaft" umgesetzt. Das ist ihm hervorragend gelungen.

 

Mitten in diese Landschaft setzte der Bildhauer und Zeichner Erwin Heerich zehn streng geometrische Gebäude als begehbare Skulpturen.

 

So entsteht eine verblüffende, verstörende, betörende Parallelität von Kunst und Natur.

Und dann ist da noch die Wirkstätte des 2019 verstorbenen Bildhauers und Beuys-Schülers Anatol Herzfeld. Seine Werke aus Holz, Eisen und Stein sind hier überall noch lebendig und verströmen das Credo der Kunst als Lebenshilfe und Seelsorge.

 

Meine Seele jedenfalls fühlt sich gerade bestens versorgt und lässt sich an diesem fantastischen Ort einfach mal baumeln. Den Rest sagen die Bilder! Einfach genießen.

Fotos: Verena Meyer

Website: www.inselhombroich.de

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