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Achterbahn mal anders ...

Heute erklimmen wir den Magic Mountain. Gemeint ist damit die Halde am Angerpark oder auch die Heinrich-Hildebrand-Höhe. Aber ganz egal, wie man den kleinen Berg in Duisburg Angerhausen auch immer nennen mag, Ziel ist die Skulptur "Tiger & Turtle".

 

Seit 2011 zieht die besondere Landmarke aus verzinktem Stahl die Blicke der Besucher auf sich. Das Baumaterial der Skulptur hat historischen Bezug zum Ort, denn sie steht da, wo sich einmal die Zinkhütte MHD Sudamin GmbH befand, die im August 2005 stillgelegt wurde. Danach wurde das Gelände saniert und sechs Jahre später die Großskulptur von Heile Mutter und Ulrich Genth feierlich eröffnet.

 

Mit ihren geschwungenen Wegen bezieht sich "Tiger & Turtle" auf die Form einer klassischen Achterbahn. Aus der Ferne ist mit den Augen der rasante Kurvenverlauf und die Verheißung von Geschwindigkeit zu erfassen. Aus der Nähe überrascht die Skulptur auf entwaffnende Weise: Die gewundenen Gänge bestehen aus unterschiedlich steilen Treppen, die zu Fuß erklommen werden können, lesen wir auf der Infotafel. Eigentlich, aber jetzt ist ja gerade Corona.

 

Doch obwohl wir die Achterbahn nicht begehen können und dazu eher mäßiges Wetter ist, der Aufstieg hat sich trotzdem mehr als gelohnt. Das große Stahlmonstrum erhebt sich mächtig und imposant vor dem grauen Himmel und hat in der Tat etwas Magisches. Und die Aussicht auf Logport, Kraftwerk & Co tut ihr Übriges zur ganz besonderen Atmosphäre.

 

Trotzdem wollen wir noch mindestens zweimal wiederkommen. Einmal, wenn wir die 20 m hohe Achterbahn besteigen können und das Wetter einen sonnig weiten Blick in die Ferne erlaubt. Und dann noch mal am Abend, wenn die 880 LED-Module "Tiger & Turtle" in ein ganz besonderes Licht tauchen.

Fotos: Verena Meyer

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