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Bolzen mit Ottilie

Der Ottilienplatz liegt im Stadtteil Duisburg-Duissern und ist eine kleine, feine Oase inmitten von Wohnhäusern. Bereits um 1910 wurde er als Spielplatz angelegt und auch heute noch kann man hier nach Herzenslust bolzen, boulen und Basketball spielen. Für alle, die es lieber chillig mögen, laden eine große grüne Wiese und schattige Parkbänke zum Plausch mit den Nachbarn ein. So mancher geht hier seine Gassirunde. Aber auch der kleinste Weihnachtsmarkt Duisburgs fand an diesem lauschigen Plätzchen bereits statt: mit zwei Bierbänken, einem Glühweinstand und viel Selbstgebasteltem. Während der Coronazeit gab es regelmäßig Sonntags Live-Musik aus den Fenstern der Bechemstraße. Viele ZuhörerInnen versammelten sich dann um das pinke Fahhrad am Zugang zum Park! Er ist halt klein, charmant und umringt von guten Nachbarn, dieser Ottilienplatz.

 

Für die, die es genau wissen wollen: Benannt wurde dieser Lieblingsplatz nach Ottilie Wortmann, der Tochter des Pfarrers Carl August Wortmann und seiner Frau Wilhelmine Amalie Idel, die im 19 Jahrhundert zunächst in Duisburg-Ruhrort ansässig waren. Gleich zweimal war die liebe Ottilie verheiratet: in erster Ehe mit August Bechem, in zweiter Ehe mit Kommerzienrat Theodor Keetman. Es soll also nicht verwundern, dass sowohl die Keetman- als auch die Bechemstraße auf den Ottilienplatz treffen. Letzteres Paar lebte denn auch im schönen Duissern, nämlich an der Mülheimer Straße im heutigen Könighaus. Quasi direkt um die Ecke vom Ottilienplatz.

 

Fotos von Verena Meyer

Zeitungsartikel zum Fensterkonzert

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