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Rosas grüner Garten

Die "Frau am Fluss" von Pericle Fazzini lockt aufreizend, während sie sich die Haare bindet und zieht mich ins Grün hinein. "Halb zog sie mich, halb sank ich hin" sozusagen.

 

Gerade noch irrte ich durch das Menschengewirr des betriebsamen und nüchternen Duisburger Hauptbahnhofs, habe die dunkle Unterführung des U-Bahn-Tunnels durchquert, um auf die andere Seite der Mülheimer Straße zu gelangen, schon bin ich in einer anderen, verzauberten Welt. Denn die schöne Bronzeskulptur des italienischen Bildhauers steht am Eingang des Goerdeler Parks, einer feinen, grünen Oase direkt hinter den Gleisen des Bahnhofs.

 

Früher mal Garten der Villa "Haus Königsberg", wurde die Fläche mit wunderschönem alten Baumbestand 1955 als öffentlicher Park angelegt und verbindet die Innenstadt fußläufig mit dem Stadtteil Duissern. Benannt ist sie nach Carl Friedrich Goerdeler, welcher 1920 zum zweiten Bürgermeister von Königsberg gewählt wurde und sich später im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime engagierte.

 

Mit Beginn der 2000er Jahre wurde das Parkgelände - auch Dank der Bürgerinitiative Goerdeler Park e. V. - wieder zu einem Ort, der es zu Recht in unsere Kategorie Lieblingsplätze geschafft hat.

 

Hier kann man sich im Schatten des kleinen Pavillions ausruhen, mit den Kindern auf dem Klettergerüst toben oder aber Rosa bei ihrem Urban Gardening Projekt tatkräftig unter die Armen greifen.

 

Verlässt man den Park Richtung Hansastraße, kommt man noch an der Jugendverkehrsschule vorbei. Nach dem Motto "Duisburg, aber sicher", können GrundschülerInnen hier mit viel Spaß und in geschütztem Rahmen das Fahrradfahren samt aller Regeln des Straßenverkehrs spielerisch erlernen.

 

Fotos: Verena Meyer

 

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