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Für Platzhirsche und Parkwächter

Die Straße "Papendelle" läuft direkt auf den Dellplatz zu und verrät etwas über den Namen des Viertels selbst. Im Mittelalter stand "Papendelle" für unbesiedeltes Gebiet. Die Endung -delle wies dabei auf eine feuchte Niederung hin. Und da auch das Dellviertel in Duisburg zu dieser Zeit noch außerhalb der Stadtgrenze lag, gab die Endung "dell" ihm seinen Namen.

 

Heute ist das Dellviertel ein Stadtteil von Duisburg Mitte, zentral, belebt, größer als viele denken und mit einem großen Angebot an Natur und Kultur gleichermaßen.

 

Für Parkwächter:

 

Der Kantpark ist eine wunderschöne grüne Lunge mitten in der Stadt und ein vielseitiger Ort der Begegnung: Kinder- & Spielgarten, Skulpturengarten samt angrenzender Museen Wilhelm Lehmbruck, cubus kunsthalle und DKM, Kaffeegarten des Café M, Sport- & Gesellschaftsgarten sowie Schulgarten des Steinbartgymnasiums.

 

Benannt ist er nach Immanuel Kant, dem großen deutschen Philosophen der Aufklärung. Was würde der wohl denken, wenn er hier im Schatten der schönen alten Bäumen spazieren gehen könnte? Vielleicht: Das fröhliche Herz allein ist fähig, Wohlgefallen am Guten zu empfinden!?

 

Hätte Kant bereits ein Smartphone besessen, hätte er mittels des interaktiven Baumpfads mehr über die teils seltenen Baumexemplare des Parks erfahren können. Studierende aus Duisburg haben das nämlich mittels „quick response“-Codes möglich gemacht. Interessierte bekommen neben Fakten zu Biologie, Nutzung oder kulturellen Hintergründen zahlreiche Bilder und Informationen zu unterschiedlichen Wachstums- und Blütephasen der Bäume geboten.

 

Ebenfalls zum Dellviertel gehört der Böninger Park. Hier finden Aktive eine bleuchtete Laufstrecke und einen Spielplatz mit großen Tummelwiesen, die ruhigeren Zeitgenossen können sich an Zierrasen, Wasserspielen, Rosen- und Staudengärten erfreuen.

 

Für Platzhirsche:

 

Der Dellplatz ist der kulturelle Mittelpunkt des Viertels und vielleicht sogar der Stadt selbst. Das Programmkino filmforum ist hier ebenso beheimatet wie die Kleinkunstbühne "Die Säule", die Kulturkneipe Grammatikoff und die Kirche St.-Joseph, in der immer wieder Konzerte und Ausstellungen stattfinden. Auch Kneipen und Restaurants locken zuhauf, mit selbstgebrautem Bier und leckerem Essen! Einmal im Jahr röhrt der Platzhirsch beim gleichnamigen Festival auf und um den Dellplatz!

 

Auf dem König-Heinrich-Platz mitten in der City locken eher die Shoppingmöglichkeiten, wie das Forum und das City Palais. Wobei, mit dem Stadttheater, der Mercatorhalle und der Kulturkirche Liebfrauen kommen auch die Liebhaber der Künste nicht zu kurz. Im Sommer immer beliebter: die hängenden Wiesen und der Düsenbrunnen. Beide sorgen für ein chilliges Plätzchen an warmen Tagen mit besten Aussichten auf die Passanten der Fußgängerzone.

 

Auf dem populären Treffpunkt der Innenstadt steigt im Sommer auch die empfehelnswerte Reihe Jazz auf`m Platz, immer live, immer draußen und immer umsonst!

Fotos: Verena Meyer

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