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Die Königsberger Allee

Heute mache ich eine kurze Runde durch meinen Kiez, einmal rund um die Königsberger Allee.

 

Diese breite grüne Straße besteht aus zwei parallel zueinander verlaufenden Zügen, in deren Mitte eine üppige Grünanlage verläuft, gesäumt von wunderschönen Platanen.

 

Die Königsberger Allee beginnt direkt hinter dem Goerdeler Park, der ehemals Garten der Villa Königsberg war und ist quasi das Tor zum Königreich Duissern.

 

Ihren Namen erhielt sie im Jahr 1952, als Duisburg feierlich die Patenschaft über Königsberg, der alten Hauptstadt Ostpreußens, übernahm. Die Bezüge zu Haus und Stadt Königsberg liegen also auf der Hand.

Die Duissener schätzen die Königsberger Allee als grüne Lunge ihres Stadtteils und als Verbindung zum Kaiserberg. Hier geht so mancher seine Gassirunde, aber es gibt noch mehr zu entdecken.

 

Zwei Spielplätze führen alt und jung zusammen und der Duissener Markt am Ende der Allee ist ebenso Treffpunkt für alle Generationen. Ein Schild weist darauf hin, dass der Markt auf Anregung des ehemaligen Bürgermeisters Clemens Fuhrmann seit Mai 1963 an zwei Nachmittagen in der Woche abgehalten wird. "Ad multos annos!" (Auf viele Jahre) für Bürger, Händler und Duissern.

 

Überall gibt es Bänke und Sitzecken, die zum Verweilen einladen und an der Ecke Brauerstraße ist sogar Kunst im öffentlichen Raum zu bewundern. Hier steht nämlich die "Fohlengruppe" von Alfred Sabisch. Bereits 1935 hatte der in Sachsen geborene Bildhauer Verbindungen zum Duisburger Museum geknüpft. 1937 gewann er mit seiner Fohlengruppe, die zunächst vor dem Hauptbahnhof aufgestellt wurde, einen Wettbewerb.

Nach meiner Runde rund um die Allee laufe ich quer über den Ottilienplatz wieder nach Hause zurück. Ein schönes Viertel, in dem ich da wohne, geht es mir durch den Kopf. Vielleicht denkt das ja auch der weiße Hund, der von seinem Fensterplatz aus einen herrlichen Blick auf die Grünanlage hat.

Fotos: Verena Meyer

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